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Kunststädte, berühmte Städte in Italien

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Verona ITALIENFERIEN.net
Einwohner: 254712 Höhe: 59 M.

In Verona pflegt man einen ruhigen und entspannten Lebensstil, wie er auch sonst für die italienische Provinz typisch ist, zugleich aber prägen Dynamik und Erfolg den wirtschaftlichen und industriellen Sektor – diese Verbindung ist eines der Wunder von Verona. Die Etsch, die die Stadt in zwei Hälften teilt, hat hier längst das Gebirge verlassen und strömt gemächlich der Po-Ebene entgegen. Sie fließt unter Brücken hindurch, die z. T. aus rotem Ziegelmauerwerk errichtet wurden. Auch noch zu Beginn des dritten Jahrtausends pflegen die Bewohner der Stadt einen Spaziergang über die Piazza Bra’ zu machen, wo man sich zum Aperitif oder zum Gespräch mit Freunden trifft. Ausnahmslos wird Dialekt gesprochen. Nicht weit von hier, hinter den Befestigungsanlagen aus dem 19. Jh., werden internationale Messen abgehalten, liegen die Import-Export-Handelsgesellschaften und die Großindustrie. Was den Reichtum der Bewohner dieser Region und die geringen Arbeitslosenzahlen angeht, schneidet Verona im italienischen Vergleich regelmäßig mit am besten ab. Verona war schon immer so, seit sich hier die ersten räto-euganäischen Siedler am Fuß des Castel S. Pietro, in der Nähe des Teatro Romano niederließen. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum, das nur im 19. Jh. eine Phase des Stillstands erlebte. Heutzutage ist Verona gerade für deutsche Firmen ein wichtiges Einfallstor zum italienischen Markt. Auf Grund der Tatsache, dass sich in Verona bedeutende Handelswege kreuzen, vermittelte die Stadt von alters her zwischen Venetien, der Lombardei und Tirol. Ähnliches ist über den Bereich der Kunst, wie auch der Kultur im Allgemeinen, zu sagen, denn in jedem Winkel der Altstadt findet man herausragende Meisterwerke aus dem Mittelalter und der Renaissance. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen hier auf harmonische Weise. Verona ist die Stadt der kriegerischen Dynastie der della Scala und des klassischen Dichters Catull, die Stadt des Castelvecchio und der wunderbaren Platzanlagen, die Stadt von Shakespeares Romeo und Julia und die Stadt der großen Opern, die in der antiken Arena in einem ganz besonderen Rahmen aufgeführt werden. nach oben

 

Vicenza
Einwohner: 108947 Höhe: 39 M.

Vom Steinmetz zum berühmten Architekten: Für Palladio, dessen eigentlicher Name Andrea di Pietro della Gondola lautete, war der Besuch Giangiorgio Trissinos, des einflussreichen Philosophen und Mathematikers aus Vicenza, in seiner Werkstatt ein wahrer Glücksfall. Wer weiß, was den Intellektuellen an dem Jungen beeindruckt hat. Tatsache ist, dass dieser den Jungen unter seinen Schutz nahm, sich um seine Ausbildung kümmerte und ihn schließlich zu Ehren von Pallas, der Göttin der Weisheit, in Palladio umtaufte. Er war es auch, der Palladio zu Beginn des 16. Jh.s in die Salons einführte, die in Vicenza, das bereits damals durch den Handel reich und blühend war, wichtig waren. Der „vielversprechende“ Jüngling und die reichen Familien verstanden sich auf Anhieb. Schon kurz darauf wurde er mit dem Bau ihrer Privathäuser und ihrer Lustvillen auf dem Land der Monti Berici beauftragt. Dann wurde auch die Stadt selbst von Palladios Rückbesinnung auf die klassischen römischen Vorbilder „verführt“. Vicenza war seitdem nicht mehr dieselbe. Denn diese „Liebe auf den ersten Blick“ zu Palladio, der mit den Säulen, Bossenquadern und Serlianen so virtuos spielte und immer neue Bauten entwarf, brachte die Stadt dazu, scheinbar die eigene Vergangenheit mit ihren wunderschönen Sakral- und Profanbauten im romanischen und gotischen Stil zu verleugnen. Vicenza ließ dem Architekten bei seinen Baumaßnahmen fast freie Hand. Für den Jüngling auch eine Gelegenheit, bereits bestehende Gebäude umzugestalten (die Basilika besteht aus einem mittelalterlichen Kern). Auch das Teatro Olimpico ist Zeugnis von Palladios Begeisterung für die römische Antike. Palladios Genius machte es möglich, dass das historische Zentrum Vicenzas seit 1995 zu dem schützenswerten Kultwelterbe der UNESCO zählt. Es gelang dem Baumeister jedoch nicht, alles zu vollenden, was er begonnen hatte (viele Entwürfe sind nur auf dem Papier erhalten, andere wurden von seinen Nacheiferern vollendet), doch seine Spuren waren so stark, dass kaum einer nach ihm es wagte einzugreifen. So gibt es heute nur wenige Palazzi in Vicenza, die nicht etwas von Palladio an sich haben. nach oben

 

Padua
Einwohner: 211975 Höhe: 12 M.

Diese Stadt Venetiens, die nur auf den ersten Blick den anderen Orten ähnelt, welche die Po-Ebene vom Gardasee bis nach Venedig säumen, lässt sich mit ein paar Zahlen wohl am besten beschreiben: Padua erzeugt zusammen mit der gleichnamigen Provinz über 10 Prozent des Bruttosozialprodukts der Region, was ihre Lokomotivfunktion beim wirtschaftlich-industriellen Aufschwung im italienischen Nordosten bestätigt. Doch auch im religiösen Bereich sind die Zahlen beeindruckend: Über vier Millionen Gläubige zieht es jedes Jahr nach Padua, um das Grabmal des hl. Antonius in der nach ihm benannten Basilika zu bewundern. Auch kunsthistorisch hat Padua einiges zu bieten. Das Reservierungssystem für einen Besuch der Giotto-Fresken in der Cappella degli Scrovegni lässt auf die ungeheure Zahl von Touristen schließen, die aus allen Teilen der Welt hierher strömen und die Bedeutung Paduas als Fremdenverkehrszentrum unterstreichen. Die Universität von Padua gilt nach wie vor als eine der besten Norditaliens und wird daher von Tausenden Studenten besucht. Trotz allen Wirtschaftswachstums hat Padua seine traditionelle Seele nicht verloren. Der Aperitif im Caffè Pedrocchi ist nach wie vor ein Muss, ebenso der Einkaufsbummel auf dem Markt, der jeden Tag im Stadtzentrum auf den beiden benachbarten „Zwillingsplätzen“ Piazza dei Frutti und Piazza delle Erbe stattfindet. Und auch das Fahrrad erfreut sich als Fortbewegungsmittel in der Stadt nach wie vor großer Beliebtheit. Padua hat es verstanden, Fortschritt und Tradition, unternehmerische Dynamik und kulturelle Werte miteinander zu verschmelzen. Zwar gibt es in den Randzonen ein paar anonyme Wohn- und Gewerbesiedlungen, doch der alte Stadtkern ist heute noch für seine zahlreichen Bogengänge, die „portici“, und die teilweise noch mittelalterlich anmutenden Stadtstruktur berühmt. Hier spürt man noch den Geist Antenors, des legendären Gründers der Stadt, und des hl. Antonius von Padua mit seinen Wundertaten. Ebenso stößt man allerorts auf die Spuren der Stadtherren, die Padua über die Jahrhunderte hinweg reich werden ließen (allen voran die Familie da Carrara) und der Künstler, die Padua zu einer der kunsthistorisch wertvollsten Städte Italiens machten (Giotto bildete dabei nur den Anfang) – angefangen bei Petrarca mit seinen Gedichten über Marsilio Ficino bis hin zu Galileo, der hier in Padua Schutz und Lehrfreiheit fand. nach oben

 

Triest
Einwohner: 219715 Höhe: 2 M.

Triest liegt weitab von Wien, dem es seine wirtschaftliche Blütezeit verdankt, und ein gutes Stück entfernt von Rom, das es im Jahr 1918 wieder aufgenommen, doch später vergessen hat – fern also von jenem Mitteleuropa, für das es zwei Jahrhunderte lang (1719–1918) der Zugang zum Meer war. Rom hat zu Beginn des dritten Jahrtausends scheinbar Schwierigkeiten, das große Potenzial des Hafens und der starken Finanz- und Handelstradition zu erkennen und zu nutzen. Diese ist im Grunde schon im Namen der Stadt angelegt, der wahrscheinlich von der illyrischen oder venezianischen Wurzel „terg“ stammt, was „Markt“ bedeutet. Die Österreicher hatten dies verstanden und geschätzt: Karl VI. gewährte Triest 1719 den Status als Freihafen; Maria Theresia veranlasste ein Programm zur Stadterweiterung, das in der ganzen Welt Schule machen sollte. Viele Viertel in Italien und in ganz Europa orientierten sich am Borgo Teresiano, in dem Hafenanlagen neben prächtigen Bürgerhäusern standen. Mit diesem geschickten Zug wurde ein Finanz- und Handelsplatz geschaffen, der sich zu einer Konkurrenz für die mittlerweile blutleere Serenissima entwickelte. Es hatte so lange Erfolg, wie die k.-und-k.-Monarchie Bestand hatte. Danach kam es zu einem jähen Abschwung, dessen Folgen Triest noch heute zu schaffen machen. Die Wiedervereinigung mit Italien bedeutete eine kontinuierliche Ablösung von der mitteleuropäischen Welt. Das Ende kam mit dem Zweiten Weltkrieg, der die Staatsgrenze nur wenige Kilometer ans Stadtzentrum heranrückte und Triest das Hinterland nahm. Durch die veränderten politischen Verhältnisse war es unmöglich geworden, mit den ehemaligen Geschäftspartnern Handel zu treiben. Aus dieser Krise wird Triest erst herauskommen, wenn es seine beiden Seelen wieder vereint haben wird: ihre Handelsseele und ihre italienischen Seele. So drückte es Scipio Slataper, ein waschechter Triestiner aus, als das österreichisch-ungarische Kaiserreich zu Beginn des 20. Jh.s zu zerfallen begann. nach oben

Venedig
Einwohner: 296422 Höhe: 2 M.

Venedig, die berühmte Lagunenstadt, hat über die Jahrhunderte unermessliche Reichtümer angehäuft. Heute ist sie eine Stadt mit vielen Gesichtern, die einen nicht mehr loslässt, hat man sie einmal gesehen. Venedig ist eine Welt für sich – eine Welt, die oft wie ein Traum wirkt und dennoch tiefe Eindrücke hinterlässt. Die Kunst eines Carpaccio, Bellini, Giorgione und Tizian, eines Tintoretto und Veronese, eines Tiepolo und Guardi leben außerhalb der Museen weiter: im Farbenspiel des Wassers und der Paläste, in den Säulenhallen und Loggien, in den Kaminen auf den Dächern, in den Skulpturen auf Brücken und Straßen. Allgegenwärtig und deutlich sind die Spuren der Geschichte. Sie verkünden das Epos einer Stadt, die dem Wasser abgerungen und später dank dem Seehandel im Schatten von Byzanz groß wurde; das Epos einer aristokratischen Republik, die im 4.–6. Jh. berühmt wurde für ihre Kunst, ihre Politik und Kultur; und das Epos eines langsam verfallenden Venedigs, das sich allmählich seinem Ende als Staat (1797) näherte um dann in ein neues Leben voller neuer Probleme einzutauchen. Diese Aspekte sind in Venedig allgegenwärtig. Aus diesem Grund ist ein Besuch der Lagunenstadt, wie kurz er auch sein mag, immer lohnend. Ein besonderer Anlass fuer einen Besuch bietet auch der jährliche Karneval in Venedig.  
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Parma
Einwohner: 168700 Höhe: 55 M.

Die reiche Provinzhauptstadt der Emilia-Romagna liegt in der Po-Ebene, dort, wo die Via Emilia die Staatsstraße “della Cisa” kreuzt, die in die Toskana und nach Ligurien führt. Am rechten Ufer des Torrente Parma, der heute durch die Stadt fließt, entstand zu römischer Zeit eine erste Siedlung (2. Jh. v. Chr.). Invasionen und Schlachten prägten ihre Geschichte bis zum Jahr 1000. Von da an dehnte sich die Siedlung auf die andere Flussseite hin aus. Unter der Herrschaft der Visconti, der Este und der Sforza wurde die Stadt immer größer und der Mauerring musste mehrfach erweitert werden, bis Parma schließlich 1545 unter den Farnese zum autonomen Staat wurde. Danach waren es die Bourbonen, die ab Mitte des 18. Jh.s ihre ehrgeizigen Pläne der Stadterneuerung umsetzten. Parma ist eine Stadt von hoher Lebensqualität. Seine Atmosphäre erinnert an eine kleine europäische Hauptstadt, denn auf Schritt und Tritt, ob auf einem Spaziergang zur Zitadelle oder in der mittelalterlichen Altstadt, stößt man auf viel Kultur, Eleganz und Raffinesse. Die “steinerne Stadt” mit ihren bedeutenden Baudenkmälern wird durch viele Grünflächen und die Windungen des Torrente Parma aufgelockert, der die Stadt wie ein mächtiger großer Strom durchzieht. Der Verkehr ist durch die zahlreichen Fußgängerzonen der Altstadt und die allseits beliebten Fahrräder etwas gemildert und staut sich nur an wenigen Stellen. In Sachen Kultur ist aufgrund der zahlreichen Einrichtungen und der Universität viel geboten. Das Opernhaus im Teatro Regio kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Zwei Namen sind es, die hier vor allem zählen: Giuseppe Verdi und Arturo Toscanini. Zu all diesen Vorzügen gehört auch die ausgezeichnete Küche, die Parma berühmt gemacht hat und das Bild der “privilegierten Stadt” abrundet. nach oben

 

Bologna
Einwohner: 383761 Höhe: 54 M.

Bologna ist der wichtigste Knotenpunkt des Straßen- und Schienennetzes Italiens, die kunsthistorische Bedeutung der Stadt gilt allerdings als nicht allzu hoch. Dank der Universität ist Bologna dafür eine Hauptstadt des Wissens. Die Hochschule wurde bereits im Jahr 1088 gegründet und war somit sowohl in Italien als auch in ganz Europa die erste Bildungseinrichtung ihrer Art. Dennoch steht Bologna nicht häufig auf dem Programm der Rundtouren, bei denen die Touristen aus aller Welt die tausend Gesichter Italiens entdecken wollen. Wenn die über 38 km langen Arkaden der Hauptstadt der Emilia-Romagna nicht schon ausreichend wären, die Stadt einladend wirken zu lassen, so gibt es noch die Bologneser selbst, die von Natur aus gastfreundlich und gut gelaunt sind, sowie die zigtausend Studenten der Universität. Bologna, die “Fette”, so einer der Spitznamen, unter dem die Stadt bekannt ist, bezieht sich nicht nur auf ihre Küche, von der die Fleischsoße nach Bologneser Art und die Tortellini in alle Welt exportiert werden. Auch die schlüpfrigen Bemerkungen ihrer Bewohner tragen zu diesem Namen bei. Die andere bekannte Bezeichnung, die “Gelehrte”, verdeutlicht, wie groß der Anteil der Stadt an der italienischen Kunst und Kultur gewesen ist. Die bekanntesten Namen sind hierbei Guido Reni und die Carracci, die mit ihrer lokalen Malerei eine eigene Strömung geschaffen haben, so wie schon die Venezianer im 16. Jh., die Florentiner in der Renaissance als auch die Römer und Neapolitaner im Barock. Vielen ist jedoch unbekannt, dass zu den herausragenden Professoren der Universität Bologna im Bereich der italienischen Literatur Giosuè Carducci gehörte. Doch all dies genügt anscheinend nicht, um die Stadt zu einem bevorzugten Touristenziel zu machen. Auf der einen Seite ist dies schade, denn in ihren Kirchen und Palästen (S. Petronio, die in zahlreichen Filmen zu sehen ist, der Kirchenkomplex S. Stefano, der aus dem Zusammenschluss von drei mittelalterlichen Kirchen entstanden ist, und der florentinische Palazzo Sanuti Bevilacqua) verstecken sich sehenswerte Kunstwerke. Auf der anderen Seite ist dies auch ein Vorteil, da die Stadt so ihre Einzigartigkeit erhalten konnte – eine bezaubernde Mixtur aus dem Rot der Backsteine und den mit Flusskieseln gepflasterten Plätzen. Hier vereinen sich die typischen Elemente einer Stadt, die zu den wichtigsten Industrie- und Handelszentren Italiens gehört, in Harmonie mit den etwas provinzielleren Regeln und Rhythmen des täglichen Lebens. Dies spiegelt sich auch in der Tatsache, dass es für viele Bologneser noch immer dazu gehört, sich auf der Piazza Maggiore, die von ihnen meistens einfach nur liebevoll “la Piazza” genannt wird, zu verabreden. 
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Urbino
Einwohner: 15143 Höhe: 485 M.

Wenn von Urbino die Rede ist, denkt man unwillkürlich an Federico da Montefeltre, so wie Rom an den Papst und Florenz an die Medici erinnert. Dieser Herzog par excellence ist in der Stadt allgegenwärtig – in den Baudenkmälern, in der Atmosphäre, ja selbst im Ruf der Stadt. Auf ihn geht das bedeutendste Monument der Stadt zurück: der Herzogspalast (Palazzo Ducale), der zu den herausragenden italienischen Bauwerken des 15. Jh.s zählt. Der Herzog prägte aber auch das Gesamtbild der Stadt, das den Eindruck erweckt, als hätte vor dem Aufkommen dieses Sprösslings aus der Adelsfamilie Montefeltre nichts existiert und als sei nach seinem Tod auch nichts Bedeutendes mehr nachgekommen. Ein absolutes Muss für jeden Besucher Urbinos ist die Galleria Nazionale delle Marche, die Nationalgalerie der Marken, die ihren Sitz im Palazzo Ducale hat. Hier kann man Gemälde wie die Veduta della città ideale – eine Ansicht der idealen Stadt bewundern, die von Luciano Laurana oder Piero della Francesca stammt. Urbino spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Humanismus, der den Menschen in den Mittelpunkt des Denkens rückte. In dieser Zeit strebte man die Ausgewogenheit der Proportionen an und schätzte die Schönheit geschmackvoll zusammengestellter Materialien. Urbino sieht nicht so aus wie die Stadt auf dem berühmten Gemälde, die man vielmehr im Cortile d’Onore (“Ehrenhof”) des Herzogspalasts wieder erkennt. Die beiden Anhöhen, auf denen die Stadt liegt, sind eng bebaut mit ziegelgedeckten Häusern und zahlreichen Kirchen, die versteckte Schätze bergen. Keineswegs ist Urbino jedoch in seinem “secolo d’oro” (“Goldenes Zeitalter”) im 15. Jh. stehen geblieben, das mit den gotischen Fresken des Oratoriums S. Giovanni Battista begann und im Herzogspalast gipfelte. Man verbindet es mit dem Humanismus, mit dem Hof, an dem man elegante Konversation hielt, und mit einem Palast, der nicht mehr wie eine uneinnehmbare Festung wirkt, sondern vielmehr den Eindruck einer eleganten, fürstlichen Residenz erweckt. Und unwillkürlich kommt einem Federico da Montefeltre in den Sinn, der angeblich Luciano Laurana beim Bau des Herzogspalasts darum gebeten haben soll, die Westfassade besonders prächtig zu gestalten. Im Westen liegt nämlich Florenz, die zweite damalige Kunst- und Kulturhauptstadt, der der Herzog damit seine Referenz erweisen wollte. nach oben

 

Perugia
Einwohner: 154566 Höhe: 493 M.

Im Herzen Italiens, fast in der Mitte der einzigen Region der Halbinsel, die keinen Zugang zum Meer hat, spricht man Perugino, aber auch Englisch, Französisch, Deutsch oder eine der anderen tausend Sprachen unseres Planeten. Denn zu den Bewohnern der Regionalhauptstadt Umbriens gehören auch die vielen Studenten der Ausländeruniversität. Diese Einrichtung machte die Stadt ebenso bekannt wie ihre kunstgeschichtliche Bedeutung für die Zeit der Gotik und der Renaissance. Zudem ist man hier in der Heimat des hl. Franziskus – daher findet passender weise jedes Jahr ein Friedensmarsch von Perugia nach Assisi statt. Die Plätze und Straßen von Perugias historischem Zentrum sind nicht nur Meisterwerke der Bau- und Bildhauerkunst, sondern auch die Kulisse für das internationale Festival Umbria Jazz. Feinschmeckern fällt zu Perugia fast noch Wichtigeres ein: Die Stadt ist die Heimat der Süßwarenspezialität Baci Perugina, einer Köstlichkeit aus Schokolade und Haselnuss. Perugia ist aber auch das perfekte Beispiel einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadt. In Perugia ist man stolz auf die Zeugnisse der Vergangenheit – den antiken, über 2000 Jahre alten Stadtkern etwa, von dem überall Überreste bewundert werden können (und viele weitere Beispiele kommen immer wieder bei Aushubarbeiten zum Vorschein). Doch hier pulsiert auch der Lebensrhythmus des Jetzt und Heute, der sich aber immer mit den typischen Gebräuchen und Traditionen der reichen Provinz zu verbinden weiß. Harmonisch ist auch die Wechselwirkung zwischen den bewohnten Gebieten und einer Landschaft, die durch die starke Urbanisierung nach dem Zweiten Weltkrieg zwar tief verändert, aber nicht vollständig zerstört wurde. nach oben

 

Assisi
Einwohner: 25472 Höhe: 424 M.

Wenn sich auf der linken Seite die Hänge des Monte Subasio abzuzeichnen beginnen, dann wissen die über 50.000 Teilnehmer des jährlichen Friedensmarsches, dass sie nicht mehr weit von ihrem Ziel entfernt sind. Am Ende dieses langen „Spazierganges“, der sie von Perugia ins 25 km entfernte Assisi führt, erscheint die Rocca Maggiore, die beherrschend oberhalb dem westlichen Teil des Valle Umbra liegt. Dann folgt die Basilika S. Francesco, genau genommen der Sacro Convento, der sie umschließt und von einem Bergvorsprung aus die wandernden Pazifisten begrüßt. Die Stadt des hl. Franziskus, der sich hier zum Gebet zurückzog, ist zu ihrem Empfang bereit. Seinetwegen ist Assisi heute in der ganzen Welt als „Stadt des Friedens“ bekannt und ihre Bauwerke stehen für eine Brüderlichkeit, die selbst im Herzen des zivilisierten Europas nur noch selten zu finden ist. Jeder, der jedoch Assisi besucht, wird im Grunde von der Botschaft dieses Heiligen angezogen, die, obwohl sie fast acht Jahrhunderte alt, doch unglaublich modern ist. Auch wenn dies nicht der Anlass für eine Reise nach Assisi sein muss, ist es schwierig, beim Anblick der Basilika S. Francesco oder der Einsiedelei delle Carceri nicht an die „Revolution“ zu denken, die vom hl. Franziskus ausgelöst wurde – einem Ritter namens Pietro Bernardone, der durch einen Traum angehalten wurde zum Diener Gottes zu werden. Vieles steht hier mit seiner Person in Verbindung, z. B. die Bauten, die auf den Gründer des Minoritenordens zurückgehen. Sie sind sowohl aus kirchengeschichtlicher (die Kirchen sind einfach gestaltet, so wie es der Mönch wünschte) als auch aus kunstgeschichtlicher Sicht (der Freskenzyklus in der Basilika ist eine Lobpreisung seines Lebens) von großer Bedeutung. Der Blick auf die Stadt offenbart jedoch auch andere interessante Monumente. Die mittelalterliche Vergangenheit, die von heftigen Auseinandersetzungen geprägt war, ist noch auf der Piazza del Comune und in den steilen Gassen innerhalb der Stadtmauer zu spüren. Hier hinterließ auch eine weitere Persönlichkeit ihre Spuren, die ebenfalls mehr an den jenseitigen Dingen als an den weltlichen interessiert war: sie hl. Klara, die Gründerin des Klarissenordens, die die Franziskanischen Ideale der Armut und des Gehorsams zu ihren eigenen machte. nach oben

 

Matera
Einwohner: 56387 Höhe: 401 M.

Unbequem und widerwärtig – so präsentierten sich in den 50er- und 60er-Jahren die Sassi, die in den Fels gehauenen Behausungen im „Hinterland“ Materas. Sie erinnerten an eine Vergangenheit, die gar nicht weit zurücklag, eine Vergangenheit von Ausgrenzung und Armut, doch auch ein Symbol für die vielen Probleme, mit denen der italienische Süden insgesamt zu kämpfen hatte. Einst hatte die Stadt ihnen den Rücken zugekehrt, hatte die Sassi an der Gravina sich selbst überlassen und sich seit dem 17. Jh. auf dem davor liegenden Plateau weiter ausgebreitet. Und doch waren die Sassi gleich nach dem Krieg eine „offene Wunde“, denn immer noch lebten dort mehr als 15000 Materaner. Zu Beginn des dritten Jahrtausends hat sich das Urteil über die Sassi gewandelt. Sie sind nicht mehr die „nationale Schande“, die einem der wichtigsten Industrieländer unwürdig sind, sondern einer jener Orte, die als Welterbe geschützt werden müssen. Es hat 40 Jahre gedauert, bis diese Anhäufung von Häusern, die sich an dem Hang der Gravina drängen, als etwas Einzigartiges und Unwiederholbares angesehen wurden und nicht bloß als ein großes Durcheinander. Man hatte Seiten um Seiten geschrieben (wunderbar sind die von Carlo Levi), um den Staat auf die unhygienischen Zustände aufmerksam zu machen, die dadurch entstanden, dass Mensch und Tier in einem einzigen Raum zusammenlebten. Es brauchte drei Gesetzesänderung, um die Bewohner in passendere Unterkünfte umzusiedeln, die von den angesehensten Architekten der Nachkriegszeit mustergültig entworfen worden waren. Doch erst die Anerkennung durch die UNESCO im Jahr 1993 hat bewirkt, dass die „Schande“ der Sassi nun beseitigt wird. Natürlich nicht durch ihren Abriss, sondern durch einen umsichtigen Plan zur Rettung von jahrhundertealten Wohnformen und Regeln des Zusammenlebens. Heute sind die Sassi nicht nur einfach eine „bewohnte Felsgegend“ (so wurden sie in einem Dokument aus dem Jahre 1204 definiert), sondern ein intaktes Beispiel für Felssiedlungen, deren Häuser, Straßen und Gemeinschaftsplätze Bautechniken und Sozialstrukturen spiegeln, die andernorts vollständig in Vergessenheit geraten sind. Die Gemeinde Matera selbst scheint sich dessen zu besinnen und bemüht sich, dieses einzigartige Erbe wieder zu neuem Leben zu erwecken, damit es von den Jahrhunderten erzählt, in denen die Wände der Gravina voller Kirchen, Einsiedeleien und Klöstern war. So bilden die Sassi nun die lange verleugnete „andere Seite Materas“, einer Stadt, die im Jahre 1663 die Hauptstadt der Basilikata war. nach oben

 

Bari
Einwohner: 333550 Höhe: 5 M.

Wenn man sich auf eine Studienreise nach Apulien begibt und nach den magischen “Kathedralen am Wasser” sucht, führt der Weg unweigerlich nach Bari – auch wenn keine der Kirchen dieser Stadt direkt an der Adria liegt. Hier in Bari befindet sich nämlich der Prototyp der Kultstätten in apulisch-romanischem Stil. Die Rede ist vom Wahrzeichen der Stadt, der Basilika S. Nicola, die dem hl. Nikolaus von Bari gewidmet ist, dem man zahlreiche Wunder nachsagt und der heute noch in den nördlichen Ländern als “der” Nikolaus verehrt wird. Der alte Dom von Molfetta, die Kathedrale von Trani oder der Dom von Barletta wären nicht dieselben, wenn die Stadt Bari nicht nach dem Eintreffen der Gebeine des hl. Nikolaus (1087) aus dem von den Mauren besetzten Kleinasien beschlossen hätte, hier eine Kirche als Grabstätte und Wallfahrtsort zu bauen. Das Gleiche gilt für die nahe gelegene Kathedrale von Bari, die nach dem Vorbild der Basilika erbaut wurde. Die große Attraktion Baris sind jedoch nicht nur diese architektonischen Meisterwerke, sondern auch – und vor allem – die Altstadt, das “Bari vecchia”, das auf einer ins Meer hinausragenden Felsnase liegt. Dieser Teil der Stadt ist eine gänzlich andere Welt als das moderne, lärmende und chaotische Bari, das man von seinem Weg vom Flughafen oder von der Autobahn aus erlebt. Die Altstadt mit ihrem Gassengewirr erinnert vielmehr an einen arabischen Basar, ein völliger Kontrast zum rechtwinkligen Raster der Neustadt, die Gioacchino Murat während der französischen Besetzung Anfang des 19. Jh.s entwarf. Die Geschichte Baris beginnt direkt auf diesem Felsvorsprung, einem der wenigen, die dieser flache und geradlinige Küstenstrich aufzuweisen hat. Damals bildeten das Meer und der Handel mit der Balkanküste und dem ferner gelegenen Griechenland die Einkommensquellen. Dank der Adria gelangte Bari bald zur Blüte und bildete in jeder, auch in religiöser, Hinsicht eine Brücke zwischen Okzident und Orient. Von hier aus stachen auch die Pilger auf der Reise ins Heilige Land in See, nicht ohne zuvor jedoch noch der Reliquie des hl. Nikolaus die gebührende Ehre erwiesen zu haben. Auch heute noch schöpft Bari einen Großteil seines Reichtums aus dem Meer. Aber wie viele andere Gemeinden im Süden Italiens hat auch Bari mit Arbeitslosigkeit und organisiertem Verbrechen zu kämpfen. Bari ist vielleicht zu schnell und unkontrolliert gewachsen, und dennoch ist die Metropole wirtschaftlich von großer Bedeutung, zumal sie gemessen an der Einwohnerzahl die zweitgrößte Stadt des Mezzogiorno, des italienischen Südens, ist. nach oben

 

Lecce
Einwohner: 99372 Höhe: 49 M.

In der flachen, weiten, vom Weinanbau und der Landwirtschaft beherrschten Ebene des Salento taucht die Stadt Lecce ganz unvermittelt auf. Nichts in der sie umgebenden Landschaft deutet auf sie hin. Und doch lebt Lecce, das der Historiker Ferdinand Gregorovius im 19. Jh. das “Barock-Florenz” nannte, ungeachtet seiner Lage am Rand der Italienischen Halbinsel, nicht abseits der historischen und künstlerischen Geschehnisse der Nation. Der hiesige Barock, der zwischen der zweiten Hälfte des 16. Jh.s und dem Ende des 18. Jh.s das “Gesicht der Stadt veränderte”, ist weltberühmt – auch weil er sich so grundlegend von dem in Neapel, Turin und Rom unterscheidet. Deshalb sind die Basilika S. Croce oder die eindrucksvolle Piazza del Duomo nicht nur für die Einheimischen ein Reiseziel geworden. An keinem anderen Ort auf der Halbinsel kann man so fein gearbeitete gedrehte Säulen oder Blumen- und Obstvasen, die die Balustraden der Paläste oder Kirchen zieren, bewundern. Die Fülle dieser Ornamente verleiht diesem Stil etwas Üppiges, Prunkvolles, das manche für geziert halten. Die unzähligen Motive, die scheinbar aus dem Stein herauswachsen, werden zu ganz eigenständigen Elementen. Dies alles wurde nur durch den außergewöhnlich formbaren Stein möglich, mit dem jahrhundertelang die Paläste und Kirchen erbaut bzw. rekonstruiert wurden: Der Lecceser Tuffstein ist so weich, dass man ihn sogar mit einem Messer bearbeiten konnte. Sein warmer goldener Farbton, der leicht ins Rosé geht, tut ein Übriges. Die Liebe zum Barock war in Lecce eine “Liebe auf den ersten Blick”. Sie steckte sowohl die Großgrundbesitzer als auch die religiösen Ordensgemeinschaften an. Erstere brachten damit ihre Macht zum Ausdruck, während Letztere so den Kampf gegen die andersgläubigen Protestanten aufnahmen. So wurden auch einige ältere Bauwerke mit einbezogen, die die vielen Völker, die hier zuvor einmal siedelten, hinterlassen hatten: angefangen bei den Messapiern bis zu den Römern, von den Normannen bis hin zu den Staufern und den Aragoniern. Auch sie sind Teil der Stadtgeschichte und auch ihnen ist es zu verdanken, dass Lecce zum “Barock-Florenz” geworden ist.  nach oben

 

Tarrent
Einwohner: 210536 Höhe: 15 M.

Imposante Industrieanlagen und Werften empfangen denjenigen, der sich Tarent aus Richtung Bari nähert. Sie bedecken eine riesige Fläche größtenteils brach liegender Gebiete, von denen man nicht weiß, wie man sie in Zukunft nutzen soll. Eine zerrissene Peripherie mit provisorischen Gebäuden, die mehr und mehr riesigen Betonbauten weichen und meterhoch in den Himmel ragen: Dieses Bild zieht an den Besuchern vorbei, die aus Brindisi oder Lecce in die Stadt kommen. Die Stadt Tarent, wie sie sich zu Beginn des dritten Jahrtausends präsentiert, ist heute sicher keine Schönheit mehr, sondern eine Metropole mit über 200000 Einwohnern, die durch den Aufschwung der Stahlindustrie und der Schiffswerften viel zu schnell gewachsen ist. Als diese beiden Industriezweige in den 80er-Jahren des 20. Jh.s in die Krise gerieten, war die ganze Stadt davon betroffen, die nach Jahrhunderten des Niedergangs gehofft hatte, ihren ursprünglichen Reichtum wieder erwerben zu können. Tarent ist ein Ableger des griechischen Sparta war, der gegen Ende des 8. Jh.s v. Chr. unter dem Namen Taras gegründet worden war. Einstmals ballten sich hier Reichtum und Macht derartig, dass man eigene Kolonien gründete und sich an die Spitze der griechischen Bewohner der ionischen Magna Grecia setzte. Das Leben, das man hier führte war angeblich märchenhaft. Bis nach Rom waren die hellenistischen Schmuckstücke verbreitet, die die geschickten Handwerker in ihren Werkstätten zwischen dem Mar Piccolo – das damals noch ein großer Salzsee war - und dem Mare Grande schufen. Letzteres war voll mit Schiffen, die mit korinthischen und attischen Vasen für die Tische der Reichen beladen waren. Eine Vielzahl von Statussymbolen belegt den Reichtum der Stadt: Von den überaus reichen Grabausstattungen bis zu den so genannten Tanagrafiguren, kleinen, tanzenden Frauenstatuetten aus Ton, die in der Stadt in Serie hergestellt wurden. Zwischen dem 8. und dem 3. Jh. v. Chr. erlebte Tarent seine Blütezeit. Doch der große Reichtum zog die Aufmerksamkeit Roms auf sich. Weder die einvernehmliche Teilung des Herrschaftsgebiets zwischen den beiden Städten (das Vorgebirge Lacinio, der heutige Capo Colonna bei Crotone, stellte die Grenze dar), noch das Vertrauen in die Elefanten von Pyrrhus konnten verhindern, daß Rom Tarent im Jahr 272 v. Chr. unterwarf. Von diesem Zeitpunkt an sank die Stadt in die Bedeutungslosigkeit herab. nach oben

 

Palermo
Einwohner: 731418 Höhe: 14 M.

Im Schutz des Monte Pellegrino, vom Wasser des Tyrrhenischen Meers umspült und vom Duft der Agrumenhaine der Conca d’Oro umweht, bezaubert Palermo durch seine wunderbaren Paläste und Kirchen, lockt in arabisch anmutende Labyrinthe enger Gassen, verführt zu Ruhepausen im Schatten üppiger Bäume und reißt den Besucher mit ins lebhafte Treiben auf den Märkten. Wer Sizilien bereist, darf nicht auf einen Besuch der Hauptstadt verzichten. Palermo ist das wirtschaftliche Zentrum der größten Insel Italiens und zählt als Provinzhauptstadt rund 730.000 Einwohner. Die Palermer sind sehr traditionsbewusst – weswegen sich viele Stadtviertel ihre ursprüngliche Atmosphäre bewahren konnten. nach oben

 

Catania
Einwohner: 342275 Höhe: 7 M.

Von Catania wird heute viel gesprochen, jedoch nicht immer nur Positives. Man kennt vor allem die Probleme der Stadt: hohe Arbeitslosigkeit und das organisierte Verbrechen. Catanias barocke Schätze, die den Ort zu einer Hauptstadt dieses Stils auf Sizilien machten, geraten dabei etwas ins Hintertreffen. Die Stadt selbst geht auf das Jahr 727 v. Chr. und auf Chalkis-Siedlungen zurück. Überragt wurde und wird sie damals wie heute vom mächtigen Profil des Ätna hinter ihr. Ein wunderbares Schauspiel bietet der Vulkan im Winter, wenn aus dem schneebedeckten Krater die Lavaborocken in den azurblauen Himmel geschleudert werden. Es ist einfach, von Catania zu behaupten, es sei eine problematische Stadt. Schwieriger ist es dagegen zu glauben, dass in ihrem Spitznamen „Mailand des Südens“, auf den die Stadt zu Recht stolz ist, ein Stückchen Wahrheit steckt. Während Palermo seit ewigen Zeiten die politische Hauptstadt der Insel und das nahe gelegene Messina der Handels- und Kulturort par excellence ist, ist Catania, wo das Bürgertum schon immer viel stärker vertreten war als in den anderen Städten, vielleicht das wichtigste Wirtschaftszentrum Siziliens. Während man administrativer oder politischer Angelegenheiten wegen nach Palermo fährt, so kommt man nach Catania, um Geschäfte abzuschließen. Hier genießt man aber auch den Anblick des Castello Ursino, das die Lava bei dem Vulkanausbruch von 1669 zwar umschloss, aber nicht zerstörte. Und zwischen den barocken Stadtansichten entdeckt man die zahlreichen Profan- und Sakralbauten, die nach dem Erdbeben von 1693 der Stadt ein neues Gesicht gaben. Die anonyme Peripherie mit ihren unzähligen Bewohnern, die sowohl die Hänge des Ätna als auch die Simeto-Ebene im Süden erreicht hat, ist das neueste Gesicht Catanias. Dies ist sicherlich beunruhigend, doch es gibt auch Positives. Denn neben den modernen Häuserblocks und den illegalen Bauprojekten erstrahlt die Barockarchitektur wieder wie im 18. Jh., Seite an Seite mit den Bauten der Hohenstaufer und der Normannen und mit den archäologischen Ausgrabungen, die an die Ankunft der ersten Griechen auf der Insel erinnern. nach oben

 

Syrakus
Einwohner: 126884 Höhe: 17 M.

In der zweiten Hälfte des 8. Jh.s v. Chr. litt Korinth wie viele andere griechische Städte an Überbevölkerung und ließ einen Teil seiner Bürger in See stechen, um eine neue Kolonie zu gründen. Der Anführer der Expedition war Archias und die Reise sollte auf den Spuren der alten Handelswege nach Westen gehen. Als Ziel hatte man Sizilien gewählt, das bereits griechische Häfen aufwies. Dort an der Ostküste der Insel wurde auf einem kleinen Felsvorsprung namens Orthygia die Stadt Syrakus gegründet. Man schrieb das Jahr 734 v. Chr. und der jungen Stadt stand eine außergewöhnliche Zukunft bevor – als Herrscherin über große Teile Siziliens, aber auch als einem kulturellen und künstlerischen Mittelpunkt, der sie, zusammen mit Alexandria, Karthago, Athen und Rom, zu den schönsten Städten des Mittelmeers werden ließ. Welche Städte können von sich behaupten, die Geschichte wäre ohne sie anders verlaufen? Welche Städte spielten eine so bedeutende Rolle, dass sie sich den punischen Expansionsbestrebungen widersetzen konnten und sich selbst dem mächtigen Athen als ebenbürtiger Gegner erwiesen, den sie sogar bei seinem Eroberungsversuch bezwangen (414 v. Chr.)? Und welchen Städten ist es nach der Eroberung durch das Römische Reich gelungen, aufgrund der Schönheit ihrer zahlreichen Baudenkmäler der Zerstörung zu entgehen? Es gab eine Zeit in der Geschichte des Mittelmeerraums, zu der auch Syrakus zu den Großen und Mächtigen zählte. Das war die Zeit unter Gelon, der Anfang des 5. Jh.s v. Chr. aus Gela hierher kam, um die Bürgerkriege zu unterdrücken und sich in einen Tyrannen mit exzellentem politischem Gespür entwickelte. Dazu zählt auch das Syrakus unter Dionysos I., der, so überliefert es die Sage, seine Gefangenen in den Steinbrüchen belauschen ließ und die Stadt zum Höhepunkt ihrer Macht und Blüte führte (Anfang 4. Jh. v. Chr.). Es war nicht zuletzt die Stadt des Archimedes, des Erfinders genialer Kriegsmaschinen, die gegen die Römer nichts nutzten. Syrakus war jedoch nicht immer so mächtig und strahlend. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reichs spielte die Stadt nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Bewohner verließen sogar die alten griechischen und römischen Viertel auf dem Festland und zogen sich auf die uneinnehmbare Isola di Ortigia zurück. Lange lebten sie hier im Schatten der griechischen Ruinen, ohne jedoch ihre Liebe zur Kunst zu verlieren, die sie schon immer auszeichnete. Die Fundstücke im Archäologischen Museum beweisen dies für die griechische Antike; in den darauf folgenden Epochen war es jedoch die Altstadt auf der Felseninsel, auf der einst alles begann, die Zeugnis darüber ablegt. nach oben

 

Bergamo
Einwohner: 117619 Höhe: 249 M.

In der Oberstadt drängen sich Kirchen, Häuser und Paläste, Glockentürme und Kuppeln ragen in den Himmel. Das Geschäftszentrum und das Gewerbegebiet liegen im unteren Teil der Stadt. Ein Grünstreifen trennt die beiden Stadtteile voneinander. Hinter ihm liegt die imposante Verteidigungsmauer aus dem 16. Jh., eine der am besten erhaltenen Stadtbefestigungen in der Lombardei. Nicht nur wegen dieser beiden Stadtteile spricht man in Bergamo von der Unter- und der Oberstadt. Beide Teile sind trotz ihrer unterschiedlichen Lage von jeher eng miteinander verbunden. Schon in römischer Zeit gab es neben der Siedlung auf dem Hügel eine Ansiedlung in der Ebene. Diese beiden Siedlungen standen von jeher miteinander in Verbindung, bis Venedig schließlich im 16. Jh. die Stadtmauer erbaute, die eine Trennung bewirkte. Seitdem beziehen sich die Bezeichnungen Unter- und Oberstadt nicht mehr nur auf die geografische Lage, sondern unterstreichen die Unterschiedlichkeit der beiden Stadtteile, ja sie haben geradezu die Bedeutung von Gegensätzen angenommen. So waren die Borghi in der Ebene bei der Industrialisierung und der Entwicklung der Verkehrsmittel im 19. Jh. natürlich im Vorteil, während das historische Zentrum, die Wiege Bergamos, in dem sich die repräsentativen Bauten befanden, heute vom Tourismus heimgesucht wird. Der Gegensatz zwischen Stadt und Borgo – so bezeichneten die Bewohner Bergamos einst ihren eigenen “Wohnsitz” – besteht nur zum Schein, auch wenn in den Straßen um die Piazza Vecchia oder um den Sentierone eine sehr unterschiedliche Atmosphäre herrscht. Die mittelalterliche Stadt kontrastiert mit dem Bergamo des dritten Jahrtausends, das sich reich und blühend, so wie es für die Städte in den nördlichen Regionen üblich ist, präsentiert. Gerade in den Borghi findet sich die Erklärung für den Reichtum und die Eleganz Bergamos, die Bauten wie der Dom und die Colleoni-Kapelle widerspiegeln. Den Stadtteil, in dem einst zahlreiche wohlhabende Bürgerfamilien wohnten, durchqueren die meisten zügig. Hier zeigt sich das Gesicht der Hauptstadt, deren Monumente – von denen es erstaunlich viele gibt – hinter einer manchmal unauffälligen Fassade Meisterwerke verstecken. Das Viertel steckt voller Werke Lorenzo Lottos und anderer großer italienischer Maler vom 15. bis zum 18. Jh. Gerade in der Unterstadt kann sich der Besucher sehr gut auf die Oberstadt einstimmen, denn die Borghi haben sehr zum architektonischen Glanz der “Repräsentationsstadt” beigetragen: Ein wahres Freilichtmuseum in Bezug auf die Architektur und die unglaubliche Vielzahl immer neuer Stadtansichten. nach oben

 

Mailand
Einwohner: 1303808 Höhe: 122 M.

Beim Stichwort “Mailand” denkt man nicht sofort an eine Stadt der Kunst. Zu energisch drängt sich Mailands Bedeutung als Finanzplatz Nr. 1 und wirtschaftliches Zentrum Italiens in den Vordergrund. Sogleich kommt einem die Modestadt Mailand in den Sinn, vielleicht auch ihre große Bedeutung als Pressestadt. Wenn man einmal davon absieht, dass Mailand oftmals nur mit Banken, Börse, Presse, Mode und Design in Verbindung gebracht wird, bleibt noch das Industriezentrum, denn auch auf diesem Sektor war die Hauptstadt der Lombardei fast ein Jahrhundert lang führend. Die Spitzenposition Mailands als Wirtschafts- und Handelsplatz hat dazu geführt, dass die Kunstschätze der Stadt bisweilen fast in Vergessenheit gerieten: die Kirchen und Werke so genialer Künstler und Architekten wie Bramante und Leonardo, die Gemälde in der Pinacoteca Ambrosiana und der Pinacoteca di Brera, die Museen des reichen Bürgertums. Nicht minder sehenswert sind aber die Straßen in der Altstadt, wo sich die strenge Fassaden nobler Paläste aneinander reihen. Hinter ihnen verbirgt sich manch idyllischer Hof oder Garten. Mailand ist eine Stadt, die sich einem Fremden nicht sogleich erschließt. Es will von seinen Besuchern, die zum größten Teil Geschäftsreisende sind, erst entdeckt werden. Überrascht stellen sie dann fest, dass man in der Finanzmetropole nicht nur Geschäfte abschließen, sondern auch einzigartige kulturelle und künstlerische Schätze entdecken kann. Die Tourenvorschläge, deren Ausgangspunkt stets die zentral gelegene Piazza del Duomo ist, sollen helfen, diese andere, reizvolle Seite von Mailand zu entdecken. nach oben

 

Turin
Einwohner: 909717 Höhe: 239 M.

Einladung zum Besuch Turin, die Hauptstadt des Herzogtums und Königreichs der Savoyer – Turin, die Autostadt: Die Hauptstadt des Piemont unterliegt der Gefahr, auf diese beiden Definitionen reduziert zu werden. Sicher ist, dass die Stadt – zusammen mit Mailand und Genua – zu den Eckpfeilern des industriellen Dreiecks gehört, das Italien nach dem Zweiten Weltkrieg zu wirtschaftlichem Aufschwung verholfen hat. Doch Turin ist auch ein Zentrum der Kunst, selbst wenn die Stadt den Ruf hat, grau und etwas trist auszusehen. Turin ist in gewisser Weise auch heute noch eine „Königsstadt“. Zwar wird in den Palästen der Savoyer heute nicht mehr über das Schicksal Italiens diskutiert, doch die Spuren ihrer Herrschaft sind in Form der dort ausgestellten Kunstwerke immer noch zu sehen. Heute wird die Savoyer-Dynastie durch die Familie Agnelli, die industriellen „Fürsten“ Italiens, ersetzt; doch es scheint, als ob selbst an der Schwelle zum dritten Jahrtausend Turin immer noch der verlorenen Rolle als Hauptstadt Italiens nachtrauert. Dabei waren die Ursprünge der Stadt relativ bescheiden. Von Kaiser Augustus zur Kolonie Julia Augusta Taurinorum erhoben war Turin ursprünglich eine bloße Provinzstadt. 1563 wurde daraus die Hauptstadt der Savoyer, als Emanuele Filiberto aus Chambéry hierher zog. Turin wurde systematisch erweitert und nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgebaut. Die Plätze sind daher auch zu Beginn des dritten Jahrtausends immer noch die „guten Stuben“ und die Visitenkarte Turins; viele Prachtstraßen und Alleen erinnern an Pariser Boulevards. Die Arkaden und die strengen Regierungsgebäude wirken auch heute noch äußerst elegant. Barocke Ansichten und Bauten, deretwegen die Italiener häufig über die Alpen fahren, um Ähnliches im Ausland zu bewundern, gibt es also auch an den Ufern des Po. Mit diesem Wissen sollte man in Turin auf Entdeckungstour gehen. Dies ist eine Stadt, die zwar ihre Rolle als Hauptstadt verloren hat, aber dafür zum wirtschaftlichen Motor Italiens geworden ist. Und zugleich gibt es auch hier noch Ecken, in denen die Zeit scheinbar in den aufregenden Momenten des italienischen Risorgimento stehen geblieben ist. nach oben

 

Genua
Einwohner: 678771 Höhe: 19 M.

Es ist schwer zu erklären, warum Genua, eine hochinteressante Stadt, die wie ein Amphitheater am Meer liegt, nicht zu den bevorzugten Reisezielen Italiens zählt. Nach dem Charakter ihrer Bewohner “Superba”, die “Hochmütige”, genannt, hat es die Stadt immer vermieden, sich in vorderster Front zu präsentieren, was ihr auf Grund ihrer Schönheit und des Rangs ihrer Kunstschätze durchaus zugestanden hätte. Erst in den letzten Jahren hat die Zahl ihrer Besucher dank weltberühmter Einrichtungen, wie z. B. dem größten Aquarium Europas, zugenommen. Von solchen Attraktionen angezogen entdecken die Besucher dann oftmals auch die Altstadt von Genua mit ihren charakteristischen Straßen, den mittelalterlichen Plätzen, den Arkaden, den herrlichen Renaissancepalästen, den Kirchen und den Villen. Neben dem bemerkenswerten historischen Erbe besticht die Stadt durch ihre in den Gassen und Straßen des historischen Zentrums herrschende volksnahe Atmosphäre, die sich mit der aristokratischen Stimmung in den Nobelvierteln wunderbar verträgt. Schließlich bietet Genua eine typische, einfache, dabei aber äußerst schmackhafte Küche mit charakteristischen Fischgerichten an. Zu kleinen Pausen laden zahlreiche Konditoreien und historische Cafés ein. nach oben

 

Pisa
Einwohner: 97872 Höhe: 4 M.

Im Rücken den Monte Pisano, am Horizont das Meer, wird Pisa, die Provinzhauptstadt der Region Toskana, zudem vom Arno durchzogen, der kurz hinter der Stadt ins Meer mündet. Gegründet von den Ligurern und danach von den Etruskern bewohnt verdankt Pisa die Stadtentwicklung den Römern, von deren Siedlung das rechtwinklige Straßennetz in der Altstadt erhalten geblieben ist. Zur damaligen Zeit war Pisa eine Lagunenstadt, die noch direkt am Meer lag. Im Hochmittelalter blühte die Stadt auf und wurde ein wichtiger Handelsplatz und eine mächtige Seerepublik. Im 13. Jh. war ihr Abstieg durch die Rivalität mit Genua, das Pisa im Jahre 1284 die verheerende Niederlage von Meloria beibrachte, und durch den beständigen Kampf gegen die guelfischen Städte der Toskana geprägt. In der Folgezeit wurde Pisa der reiche Stadtstaat Ugolinos della Gheradesca, des Bürgermeisters, der Dante zu einer der wichtigsten Textstellen im „Inferno“ der „Göttlichen Komödie“ inspirierte: Ugolino wurde zusammen mit seinen Söhnen und Neffen in dem Wohnturm der Gualandi, der heute noch besichtigt werden kann, eingekerkert, wo sie den Hungertod erlitten. Nach wechselnden Machtverhältnissen wurde die Stadt schließlich von Florenz erobert, das sämtliche Wohntürme der Stadt, welche die einstige Macht Pisas symbolisierten, zum Zeichen der Demütigung auf die Höhe des niedrigsten florentinischen Wohnturms kürzen ließ. In der Zwischenzeit hatte Pisa seinen Hafen verloren und war verlandet. Unter der Herrschaft der Medici und den Habsburg-Lorena erlebte die Stadt eine ökonomische und künstlerische Wiedergeburt, bevor sie im Jahre 1860 endgültig dem italienischen Königreich zugeschlagen wurde. Von dieser glorreichen Vergangenheit berichtet Pisa dem Besucher zunächst auf dem grünen Campo dei Miracoli, dem Platz der Wunder, einem der schönsten Plätze der Welt überhaupt. Hier befinden sich die wichtigsten religiösen Monumente der Stadt (der Dom, das Baptisterium, der Schiefe Turm und der Friedhof), die seit jeher das Ziel von tausenden von Besuchern sind. Doch den Besuch von Pisa auf den Campo dei Miracoli zu beschränken wäre ein Fehler, da die Stadt auch in städtebaulicher und historisch-künstlerischer Hinsicht viel zu bieten hat. So gibt es zum Beispiel die Piazza dei Cavalieri, das politische Zentrum der mittelalterlichen Stadt, das unter den Medici zum Paradeplatz umfunktioniert wurde. Borgo Stretto ist eine eindrucksvolle Straße mit mittelalterlichen Reminiszenzen und heute das Schaufenster der Stadt, das durch die Fassade der Kirche S. Michele in Borgo geschmückt wird. Via Santa Maria mit ihren schönen Palästen aus verschiedenen Epochen fügt sich zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk. Die Uferstraßen (lungarni) bilden wegen der zahlreichen Adelshäuser, die zumeist auf der rechten Flussseite stehen, und wegen Kirchen wie S. Maria della Spina und S. Paolo a Ripa D’Arno auf der linken Seite eine äußerst faszinierende Kulisse. Ein Besuch in den Pisaner Museen, vom Sinopienmuseum bis zum Dommuseum und dem Nationalmuseum von S. Matteo, lohnt ebenfalls. nach oben

 

Florenz
Einwohner: 379681 Höhe: 50 M.

Jedes Jahr reisen tausende von Touristen von überall her in die Metropole der Toskana – eine Stadt der Kunst, der Kultur und der Geschichte. Der Stadtkern birgt eine Fülle von Sehenswürdigkeiten: Namhafte Künstler und Architekten wie Giotto, Michelangelo, Alberti und Brunelleschi waren hier am Werk; mit ihnen zahlreiche weitere große Talente. Ihnen allen verdankt Florenz seine heutige Stellung als Zentrum Italiens für Kunst und Kultur. Das aristokratische Gesicht der Stadt prägen die unzähligen Sakral- und Profanbauten, die von ihrer Blütezeit im Mittelalter und in der Renaissance zeugen. Aber Florenz hat noch ein zweites, eher volkstümliches Gesicht, das die Besucher nicht weniger fasziniert. Es ist das Florenz der Kostümfeste, der Modenschauen, des Musikfestivals “Musikalischer März” und das Florenz der Handwerker, der Antiquitätenhändler, der Restauratoren und der Juweliere auf dem Ponte Vecchio. Florenz ist immer beides zugleich: Geschichte und Tradition, Kunst und Handwerk – alles von den Farben, dem Geschmack und den Gerüchen der Toskana geprägt, die wohl eine der attraktivsten Regionen Italiens ist – mit Sicherheit aber die bekannteste. nach oben

 

Siena
Einwohner: 54436 Höhe: 322 M.

Ein Besuch Sienas ähnelt einer Reise in die Vergangenheit: Wenn man durch die malerischen Gassen geht, die sich rings um die berühmte Piazza del Campo winden, hat man das Gefühl, die Zeit habe seit dem Mittelalter stillgestanden. Damals erlebte die Stadt ihre größte künstlerische und gesellschaftliche Blüte. Ein Hauch von Mittelalter ist jedes Jahr während des Palio in Siena zu spüren. Das traditionelle Pferderennen findet zweimal im Jahr, am 2. Juli und am 16. August, auf der Piazza del Campo statt. Das Rennen selbst, das mit Umzügen in historischen Kostümen begonnen wird, dauert kaum länger als eine Minute. Aber diese Minute ist so symbolträchtig und spektakulär, wie es die antiken Turniere waren. Das Schauspiel wird von Sienesern und Tausenden von Touristen gebannt verfolgt, die sich jedes Jahr auf dem herrlichen Campo einfinden. Mit seiner ganz außergewöhnlichen Anlage in Gestalt einer muschelförmigen Schale ist er einer der schönsten Plätze Europas. Hier treffen die drei Hügel aufeinander, auf denen die Stadt errichtet wurde. nach oben

 

Rom
Einwohner: 3795527 Höhe: 20 M.

Rom, die Ewige Stadt, beeindruckt durch ihre Geschichte, begeistert mit ihren Bauten und Kunstschätzen, berührt mit ihrem Licht, den Farben, weiten Panoramen und ihrem pulsierenden Leben. Die Spuren des antiken Roms, die Zeugnisse des frühen Christentums, die Kunst und die Architektur der Renaissance und des Barocks – sie alle treffen hier immer wieder aufeinander, vermischen sich mit dem quirligen Leben in den engen Gassen und weiten Straßen, wo es von der volkstümlichen Handwerkskunst und den Trattorien der einzelnen Viertel bis zu den traditionsreichen Läden, eleganten Geschäften und Luxushotels alles gibt. Künstler wie Raffael, Michelangelo, Caravaggio, Bernini und Borromini – um nur einige der ganz Großen zu nennen – waren hier tätig und mit ihnen Scharen von hervorragenden Malern, Architekten, Bildhauern, Mosaizisten und Dekorateuren. Alle haben sie daran mitgewirkt, dieser Stadt ihr einzigartiges Gesicht zu verleihen. nach oben

 

Neapel
Einwohner: 1035835 Höhe: 17 M.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich Neapel einen eher schlechten Ruf eingehandelt, der aber vielfach auf Vorurteilen gründete und die zahlreichen positiven Seiten der Stadt nicht berücksichtigte. Zu lange verband man die Hauptstadt Kampaniens nur mit Pizza, Korruption, Camorra, Schlendrian und Chaos. Dabei ist Neapel was Kunst und Kultur betrifft nach wie vor eine der bedeutendsten Städte Italiens. Bis ins 20. Jh. war ein Besuch der Stadt für jeden Italienreisenden ein absolutes Muss. Seit einiger Zeit jedoch geht es mit Neapel wieder bergauf und auch auf internationaler Ebene gewinnt es an Ansehen. Ein Meilenstein auf diesem Weg war der Weltwirtschaftsgipfel im Jahr 1994 vor der Kulisse des Castel Nuovo und der Kartause S. Martino, die für einige der geladenen Politiker eine echte Entdeckung bedeuteten. Danach zollte man Neapel auch international Anerkennung, wie die Aufnahme der Altstadt in das Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO belegt. nach oben

 

Cagliari
Einwohner: 170786 Höhe: 4 M.

An der Südküste Sardiniens hatten die Phönizier drei Städte gegründet. Sie hießen Bithia, Ora und Karales, doch nur Karales überstand die vielen Herrscherwechsel und besteht darüber hinaus bis heute. Hier hatten die fähigen Seeleute auf ihrer Route zur spanischen Halbinsel angelegt und aus der Siedlung war ein Handelsplatz geworden, der er bis heute ist. Vor allem ihre strategisch günstige Lage hatte all die Völker, die den Phöniziern nachfolgten (von den Karthagern bis hin zu den Savoyern) angezogen: Nur 190 Seemeilen trennen die Insel von Tunesien, 280 von Neapel und fast ebenso viele von der spanischen Küste. Ein perfekter Ausgangspunkt, um Handel zu treiben, doch auch ein hervorragendes Bollwerk. Dies war Cagliari, als um die Vorherrschaft auf dem alten Kontinent gekämpft wurde. Heute ist Cagliari die Hauptstadt der Region Sardinien und als solche eine der wichtigsten Städte auf der Insel. Ihre Vorreiterrolle bezieht sich heute auf die Bereiche der Industrie und des tertiären Sektors. Dies trifft aber auch auf den kulturellen Bereich zu, denn die Universität macht dem Athenäum in Sassari die Studenten streitig. Trotz der Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs ist die Stadt auch auf künstlerischem Bereich bedeutend, betrachtet man den „Nebeneffekt“ der vielen Herrscherwechsel, der sich in einigen Baudenkmälern und beachtlichen Kunstsammlungen niedergeschlagen hat. Auf Grund der ungeordneten Ausdehnung der Stadt nach dem Krieg macht es jedoch etwas Mühe, diesen letzten Aspekt ganz nachzuvollziehen. Doch inmitten dieser oftmals anonymen Bauten findet man eine der ältesten christlichen Kirchen der Region: S. Saturno, die – wie bei Ausgrabungen festgestellt wurde – auf einer heidnisch-christlichen Nekropole aus dem 2. Jh. erbaut wurde. Zu jener Zeit war Cagliari tausend Jahre alt und hatte bereits drei Besatzungen überstanden: die der Römer, der Karthager und der Phönizier. nach oben

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